Open Access Studie Hintergrund Farbe

Open Access Studie 2026

Markt gewinnt an Reife, Skalierung bleibt zentrale Herausforderung

Pressemitteilung

 

Aug 26, 2026

Ismaning/Bonn, Aug 26, 2026

Open Access beginnt sich zunehmend im deutschen Glasfasermarkt als Betriebsmodell durchzusetzen. Die zentrale Herausforderung liegt nicht mehr in der fehlenden Infrastrukturverfügbarkeit oder der grundsätzlichen Akzeptanz des Modells, sondern in dessen wirtschaftlicher und operativer Skalierung. Zu diesem Ergebnis kommt die Open Access Studie 2026 unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jens Böcker, erstellt in Zusammenarbeit mit conology, Digpro, ETC One, m3 management consulting und Plusnet.

Vor einem Jahr noch beleuchtete die ursprüngliche Studie vor allem die zukünftige Bedeutung von Open Access für den Glasfaserausbau in Deutschland. Das diesjährige Update adressiert nun den gestiegenen Informations- und Klärungsbedarf von Netzbetreibern, Diensteanbietern und Plattformanbietern vor dem Hintergrund eines zunehmenden Marktdrucks. Untersucht werden die Entwicklungen und Veränderungen im Open-Access-Markt.

Die Take-up-Rate (von homes passed zu homes activated) bei Glasfaser liegt seit 2023 bei rund 24 Prozent. Der zentrale Engpass hat sich damit von der Infrastrukturverfügbarkeit zur Nachfrage verlagert. Der Anteil kooperationsbasierter Modelle liegt aktuell bei 17 bis 22 Prozent, für 2030 erwarten die Marktteilnehmer 32 bis 42 Prozent. Als wichtigste Hürde nennen 73 Prozent der Befragten das Preisniveau, nur 28 Prozent bewerten die bestehenden Modelle als kommerziell attraktiv. Den größten Standardisierungsbedarf sehen sie bei Prozessen mit 70 Prozent und bei IT-Schnittstellen mit 63 Prozent, da OA eine weitgehende Automatisierung bei der Bereitstellung voraussetzt.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Open Access inzwischen als notwendiger Bestandteil vieler Glasfaser-Geschäftsmodelle verstanden wird. Gleichzeitig steigt der Handlungsdruck. Unternehmen müssen ihre Strategien, Prozesse und Partnerschaften gezielt weiterentwickeln, um die Netzauslastung zu steigern und somit die zugrunde liegenden Business Cases zu sichern“, erklärt Stefan Koch, Partner bei m3 management consulting.

Einen wesentlichen Schwerpunkt legt die Studie auf die Rolle von Plattformen im Open-Access-Ökosystem. Plattformlösungen gelten als wichtiger Bestandteil des Marktes und können die Zusammenarbeit grundsätzlich vereinfachen und die Automatisierung unterstützen. Gleichzeitig wird deutlich, dass sie nicht für jeden Marktteilnehmer automatisch einen Skalierungsvorteil darstellen. Ihr Nutzen hängt maßgeblich von der jeweiligen Marktposition, dem Geschäftsmodell und dem Integrationsgrad der beteiligten Akteure ab.

„Der Markt hat in den vergangenen zwölf Monaten spürbar an Reife gewonnen. Gleichzeitig werden die strukturellen Herausforderungen deutlicher sichtbar. Unterschiedliche Preisvorstellungen, heterogene Reifegrade und die Komplexität der technischen Umsetzung verlangsamen die Skalierung. Die nächsten Jahre werden entscheidend dafür sein, wie effizient Open Access dazu beiträgt, die Auslastung der Glasfasernetze und damit deren Wirtschaftlichkeit zu steigern“, sagt Prof. Dr. Jens Böcker.

Die Open Access Studie 2026 leitet aus den Ergebnissen der Interviews und der Befragung sowie der Analyse aktueller Marktentwicklungen konkrete Handlungsschritte für Netzbetreiber, Diensteanbieter und Plattformanbieter ab. Darüber hinaus werden unterschiedliche Plattformtypen und deren potenzieller Beitrag zur Umsetzung von Open Access systematisch eingeordnet.

Die vollständige Studie sowie eine Management Summary mit den wichtigsten Ergebnissen stehen ab sofort auf der offiziellen Website der Studie zur Verfügung: https://open-access-studie.de/

Die vollständige Studie sowie eine Management Summary mit den wichtigsten Ergebnissen stehen ab sofort auf der offiziellen Website der Studie zur Verfügung.

 

Zur Studie auf open-access-studie.de

Über m3 management consulting GmbH

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Über BÖCKER ZIEMEN GmbH

Böcker Ziemen ist eine im Jahr 2001 gegründete Strategie- und Managementberatung, die auf betriebswirtschaftliche Analysen im Telekommunikationsmarkt spezialisiert ist. Der Beratungsansatz fokussiert sich darauf, Wachstumspotenziale zu identifizieren und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Im Mittelpunkt steht die Ausrichtung von Unternehmensstrategien, Begleitung von Transformationsprozessen und die Erstellung von wissenschaftlichen Studien. Darüber hinaus ist Böcker Ziemen Gastgeber der Top-Management Veranstaltungsreihe „TEC - Telecommunications Executive Circle“.


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